Viel Spannung, allerhand Aufregung und schöne Erfolge. ...

16.08.2015 12:07

Das Rennwochenende auf dem wunderschön gelegenen Red Bull Ring war wieder ein ganz besonderes!

Günther hatte für einen guten Stellplatz gesorgt und so konnte Andys Wohnwagen an eine Seite her angeschoben werden, wodurch sich ein gemütlicher Schattenplatz für alle unterm Zelt ergab, perfekt ergänzt noch durch das Kirchgatterer- Wohnmobil mit Pavillon an der dritten Seite. Eine richtige Wagenburg!

So konnte sich Andy erst einmal von dem Schrecken erholen, den ihm ein geplatzter LKW- Reifen bei seiner Streiftour über Motorhaube und Kotflügel seines geliebten "Sternchens" eingejagt hatte. Zum Glück ist außer Blech- und Lackschaden niemandem was passiert!

Günther hatte diesmal Verstärkung durch Frau und Tochter, während Andy nur mit Iris vorlieb nehmen musste, da Lisa ihre erste Woche als Azubi hinter sich gebracht und nicht frei bekommen hat. So kam Iris endlich auch einmal in den "Genuss", die Verkleidung zu putzen. 

Am Samstag ging es schon recht früh mit dem Training los. Ein Vorteil, denn so war es noch nicht allzu heiß. Das Qualifying 13Uhr50 bei sengender Hitze brachte nicht nur die Reifen an den Rand ihrer Belastbarkeit. Wegen zahlreicher F1- Gaststarter kam ein 10. Startplatz für uns heraus, wobei allerdings mit Gaststarter Delta Racing Austria (Grabmüller) nur ein F2- Gespann vor uns in die Startaufstellung kam. Wir gingen zuversichtlich um 17Uhr35 ins erste Rennen - den Supersprint über 5 Runden. Und das bei anhaltender Hitze und aufziehenden Gewitterwolken, die uns über die richtige Reifenwahl grübeln ließen, doch es blieb trocken.

Besonders beflügelte natürlich die Anwesenheit unserer Fans, Gönner und Sponsoren, die sich unser "Heimspiel" nicht entgehen ließen. Danke an Mandi und Bizzi samt "Gefolge" vom MSV Schwanenstadt für Euren Beistand!

Red Bull verleiht wohl tatsächlich Flügel, denn das Gaststarter Team Vogl/Klinglmayr machte uns überraschend das Fahren etwas abwechslungsreicher. So hatten wir schöne Fights und jede Menge Spaß, während Iris an der Boxenmauer kurz vor der Herzattacke stand. Erst auf den letzten Metern schoben wir uns dank unserer Rennerfahrung an den beiden vorbei und gingen als Zweite unserer Klasse hinter Gaststarter Grabmüller/ Kirchhofer über die Ziellinie.

Mit unseren ersten Klassensieg an diesem Wochenende in der „Trophy600“ ließen wir uns bis spät in den Abend mit Freunden, Fans gemütlich feiern.

Der Jubel war entsprechend groß und die Stimmung hervorragend,  als Andy plötzlich in einem der vielen durch das Fahrerlager schlendernden Fans einen alten Bekannten traf. Er ist Österreicher und hatte seinen deutschen Freund und dessen Tochter sowie größere Mengen Bier und eine komplette Grillausrüstung dabei und den festen Vorsatz, mit uns einen schönen Abend zu verbringen, was auch ohne Probleme bis in die frühen Morgenstunden gelang. 

Der Sonntag war schon früh sehr heiß und jeder suchte Schatten.

Den ganz Begeisterten, die auf einer der Tribünen in der vollen Sonne saßen, bot sich ein Schauspiel, das sie die Luft anhalten ließ. 

Der Start vom Sprintrennen war uns gut gelungen und wir machten gleich einige Plätze gut. Auch die erste Runde war top. Aber dann in Runde zwei sahen wir plötzlich mehrere Gespanne abseits der Strecke. Es war unser Glück, dass wir vorher besprochen hatten, diesmal an dieser Stelle eine andere Linie zu fahren. So umgingen wir die Ölspur, die den anderen zum Verhängnis geworden war. Kiser/Kölsch und Vogl/Klinglmayr landeten auf dem Dach und das Rennen wurde abgebrochen. An dieser Stelle gute Besserung an die Verletzten.

Jetzt galt alle Konzentration dem Hauptrennen am Nachmittag.

10 Runden sind eine lange Distanz bei diesen Temperaturen!

Aber es lief gut für uns von Anfang an. Wirth/Klotz fiel mit Bremsenproblemen etwas zurück und Rösinger/Görlich gingen ebenfalls mit jeder Runde mehr auf Distanz nach hinten, so dass wir Gas wegnehmen und das Rennen ruhig nach Hause fahren konnten. Da auch die Motorleistung in den letzten zwei Runden merklich nachließ, machte uns etwas nachdenklich ob wir das Ziel noch erreichen. Ein schöner und verdienter 2. Platz (Erster in der Klasse Trophy600) hinter Gaststarter Delta- Racing Austria, vor allem zustande gekommen durch den wunderbar weichen Fahrstil von Günther, der uns erstaunlicherweise bessere Zeiten einbrachte, als der harte der ersten Runden. Man liest und staunt und lernt nie aus!

So kann die Saison gerne weitergehen, denn wer rechnen kann, weiß, dass uns nicht mehr viel vom Gesamt „Trophy600“ Sieg trennt!

Für den nächsten Auftritt beim WM-Lauf in Oschersleben muss der angeschlagene Motor unbedingt noch getauscht werden um auch dort ein gutes Resultat einfahren zu können.

Hoffen wir das Beste für die weiteren Rennen und besonders für die WM am 20./21 August!

 

Bericht: Iris